Von der Automobilindustrie über den Maschinenbau bis hin zur Leistungselektronik müssen Klebstoffe zunehmend steigenden Temperaturanforderungen gerecht werden. Die Antwort der Klebstoffindustrie ist die Entwicklung hochtemperaturbeständiger Klebstoffe (HT-Klebstoffe), die strukturale, Dichtungs- und Vergussanforderungen erfüllen.
Im Automotive-Bereich werden Klebstoffe für Sensoren und andere Motorkomponenten verwendet, die hohen Temperaturen und aggressiven Chemikalien standhalten müssen. Neue Kühlsysteme führen zu mehr Abwärme, was erhöhte Temperaturanforderungen an die Klebstoffe stellt.
In Elektromotoren sind HT-Klebstoffe unverzichtbar für die Verklebung von Magneten und die Befestigung des Rotors auf der Welle. Denn leistungsfähigere Motoren und kompaktere Bauformen führen zu erhöhter Wärmeentwicklung. Auch im Werkzeugbau finden HT-Klebstoffe Anwendung, beispielsweise um Kupferdrähte in Kompaktwinkelschleifern vor hitzebedingten Schäden zu schützen.
In der Leistungselektronik, etwa bei Schienenfahrzeugen und Ölbohrausrüstung, müssen Klebstoffe Temperaturen über 200 °C bewältigen, die durch hohe Stromstärken entstehen. In der Luftfahrt kommen HT-Klebstoffe in der Nähe von Triebwerken zum Einsatz, um extreme thermische Belastungen standzuhalten.
Aufgrund der beschriebenen steigenden Anforderungsprofilen wurde eine Vielzahl an Klebstoffen entwickelt speziell für diese Bereiche.
HT-Klebstoffe werden häufig in der Leistungselektronik eingesetzt.
Hochtemperaturbeständige Klebstoffe (HT-Klebstoffe) funktionieren auch unter anspruchsvollen Anforderungen zuverlässig und erbringen unter extremen thermischen Bedingungen eine stabile Leistung. Hier sind einige Schlüsselbegriffe und Konzepte, die helfen, diese Materialien besser zu verstehen.
Flexibilität spielt bei der Entwicklung von HT-Klebstoffen eine entscheidende Rolle. Eine gewisse Flexibilität hilft, Spannungsspitzen zu absorbieren und ist insbesondere bei Schälbelastungen wichtig. Schälbelastung, bezeichnet eine Kraft, die quer zur Klebfuge wirkt und versucht, die verklebten Materialien voneinander zu lösen.
Stellen Sie sich vor, Sie heben die Ecke eines Klebebandes an und ziehen es in einem steilen Winkel ab – das entspricht einer Schälbeanspruchung. Flexible Klebstoffe können sich verformen, um solche Beanspruchungen aufzunehmen, ohne dabei zu brechen oder ihre Haftung zu verlieren. Dadurch sind sie widerstandsfähiger gegen Risse oder Ablösungen als starrere Klebstoffe. Flexible Klebstoffe helfen auch dabei, die thermischen Ausdehnungsunterschiede der zu verbindenden Materialien auszugleichen. Dies verbessert die Gesamtfestigkeit und Beständigkeit bei Temperaturschwankungen.
Die Klebstoffindustrie hat die Einsatzgrenzen für hohe Temperaturen stetig erweitert, was die Umsetzung zahlreicher Hochtemperaturanwendungen ermöglicht. Über 300 °C stoßen organische Klebstoffe an ihre Grenzen, dennoch wird an verbesserten Lösungen mit erhöhter Beständigkeit, Festigkeit und kürzeren Aushärtezeiten gearbeitet. Diese Fortschritte erweitern die Funktionalitäten und Anwendungsbereiche von Klebstoffen erheblich.
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