Volumetrische Dosierung
Was ist volumetrische Dosierung?
Volumetrische Dosierung ist ein Dosierverfahren, bei dem exakt definierte Klebstoffmengen durch präzise Volumensteuerung appliziert werden. Im Gegensatz zur zeitgesteuerten Dosierung liefern Volumendosierer unabhängig von Viskositätsschwankungen oder Druckveränderungen stets reproduzierbare Ergebnisse.
Eigenschaften der volumetrischen Dosierung
- Exakte Volumenkontrolle unabhängig von Materialviskosität und Systemdruck
- Höchste Wiederholgenauigkeit mit typischen Volumenfehlern unter ± 1 %
- Kompensation temperaturbedingter Viskositätsschwankungen ohne Prozessanpassungen
- Geeignet für 1K- und 2K-Klebstoffsysteme unterschiedlicher Viskosität
- Integrierbare Prozessüberwachung für lückenlose Qualitätsdokumentation
- Hohe Taktzeiten für den Einsatz in vollautomatisierten Fertigungslinien
Anwendungsbereiche
- Elektronikfertigung: Präziser Verguss definierter Volumina in Baugruppen
- Halbleitertechnik: Exakte Klebstoffmengen für Die-Attach-Prozesse
- Optik: Reproduzierbare Mikrotropfen für Linsen- und Sensorverklebung
- Medizintechnik: Validierbare Dosierprozesse für regulierte Fertigungsumgebungen
- Automotive: Gleichmäßige Klebstoffverteilung bei strukturellen Serienverklebungen
Verarbeitungshinweise
- Zahnraddosierer eignen sich besonders für niedrigviskose Materialien mit höchsten Präzisionsanforderungen
- Schnecken- und Kolbendosierer sind für hochviskose Pasten und Massen geeignet
- Bei reaktiven 2K-Systemen Topfzeit im Prozess aktiv überwachen
- Jetventile ergänzen volumetrische Systeme für berührungslose Mikrodosierung
- Regelmäßige gravimetrische Kalibrierung sichert die Langzeitgenauigkeit des Systems
DELO Klebstofflösungen
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