Vakuumverguss
Was ist Vakuumverguss?
Vakuumverguss ist ein Vergussverfahren, bei dem Vergussmassen unter Vakuumbedingungen in elektronische Baugruppen eingebracht werden. Der reduzierte Luftdruck verhindert Lufteinschlüsse und Blasenbildung und ermöglicht so eine vollständige, blasenfreie Benetzung auch komplexer Bauteilgeometrien.
Eigenschaften von Vakuumverguss
- Vollständige Blasenfreiheit durch kontrollierte Luftdruckreduktion
- Lückenlose Benetzung komplexer Hohlräume und Geometrien
- Verbesserte thermische und elektrische Isolationseigenschaften
- Höhere mechanische Festigkeit durch homogene Vergussschicht
- Reproduzierbare Qualität in der industriellen Serienproduktion
- Geeignet für niedrig- und mittelviskose Vergussmassen
Anwendungsbereiche
- Leistungselektronik: Blasenfreier Verguss von Invertern und DC/DC-Wandlern
- Automotive: Schutz von Steuergeräten und Sensormodulen
- Transformatoren- und Spulenfertigung: Vollständige Imprägnierung von Wicklungen
- Halbleitertechnik: Hermetische Abdichtung von Gehäusen
- Medizintechnik: Schutz sensibler Elektronikbaugruppen
Verarbeitungshinweise
- Vakuumdruck: Typisch 1–50 mbar je nach Materialviskosität und Bauteilgeometrie
- Vergussmasse vor der Applikation entgasen, um eingeschlossene Luft zu entfernen
- Topfzeit bei reaktiven 2K-Systemen sorgfältig einhalten
- Dosierung über präzise Dosierventile oder volumetrische Systeme
- Nach dem Verguss kontrollierten Druckausgleich durchführen, um Rückschluss zu vermeiden
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