Neuer Strukturklebstoff mit hoher Temperaturfestigkeit

27.09.2018

DELO hat einen neuen Klebstoff entwickelt, der im Vergleich zu Vorgängerprodukten eine bis zu dreimal höhere Festigkeit bei hohen Temperaturen erreicht. DELO MONOPOX HT2860 kann zudem induktiv ausgehärtet werden, wodurch sich Fertigungsprozesse deutlich beschleunigen lassen. Das Epoxidharz kommt unter anderem in Elektromotoren zum Einsatz.

Bei vielen Epoxidharzen führen Temperaturen von +150 °C und mehr zu einer Veränderung der polymeren Strukturen und damit zu einem Leistungsabfall. Auch die Elastizität nimmt ab diesem Temperaturbereich oftmals zu.

Mit DELO MONOPOX HT2860 hat DELO nun einen Strukturklebstoff entwickelt, dessen Glasübergangstemperatur (Tg) bei +168 °C liegt. Dadurch ändert sich das Elastizitätsmodul unter Tg nicht signifikant, der Klebstoff erzielt eine sehr hohe Temperaturfestigkeit und nimmt erst oberhalb dieser Temperatur an Flexibilität zu. Auf sandgestrahltem Aluminium und bei +150 °C erreicht DELO MONOPOX HT2860 mit 18 MPa eine bis zu dreimal höhere Festigkeit als Standard-Epoxidharze.

Der Klebstoff zeigt sowohl auf Metallen als auch auf temperaturbeständigen Kunststoffen, Ferritverbindungen und Keramik eine sehr gute Haftung. Bei Raumtemperatur erreicht er beispielsweise auf Aluminium eine Druckscherfestigkeit von 65 MPa und auf Keramik von 55 MPa.

Die Aushärtung erfolgt über Warmhärtung im Ofen oder über Induktion. Letztgenannte erfordert metallische Fügepartner und ermöglicht dafür eine Verkürzung der Prozesszeiten um bis zu 90 %, wobei der Klebstoff die gleiche hohe Festigkeit erreicht wie durch die Standard-Aushärtung bei +150 °C und 40 Minuten im Umluftofen.

Ein weiterer Vorteil des neuen strukturellen Klebstoffs: Vor der Warmhärtung können Klebstoffgebinde des DELO MONOPOX HT2860 vier Wochen bei Raumtemperatur in der Produktionslinie verarbeitet werden.

DELO MONOPOX HT2860 hat einen Temperatureinsatzbereich von -55 bis +220 °C und ist für Verklebungen geeignet, die hohen statischen oder hohen dynamischen Belastungen ausgesetzt sind. Dies ist beispielsweise in der Automotive-Branche bei Magnetverklebungen in Elektromotoren der Fall.

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