Mit Kontaktversiegelung Korrosion vermeiden

Mit Kontaktversiegelung Korrosion vermeiden

DELO in Miele-Waschmaschinenmotor

Miele-Waschmaschinen, hier bei ihrer späteren Endmontage im Stammwerk Gütersloh, sind für ihre Qualität bekannt (Bild: Miele)

Miele dichtet und schützt die winzigen, elektrischen Kontakte innerhalb des Waschmaschinenmotors Mrt mit dem Klebstoff DELO DUALBOND AD4950. Durch die sogenannte Crimp-Kontaktversiegelung wird das Eindringen von Feuchtigkeit sowie mögliche Kontaktkorrosion verhindert. Dass der Klebstoff auch hält, was er verspricht, wird mit aufwendigen Feuchteeinlagerungstests sowie Salzsprühtests von Miele selbst getestet.

Die Miele Gruppe ist wohl einer der renommiertesten deutschen Haushaltsgeräte-Hersteller mit Sitz in Gütersloh. Das Unternehmen beschäftigte nach eigenen Angaben im Geschäftsjahr 2016/2017 weltweit fast 20.000 Mitarbeiter, davon mehr als 10.000 in Deutschland, und erzielte ein Umsatz von 3,9 Milliarden Euro.

Miele hat sich seit Jahren auf die Herstellung von Hausgeräten für die Küche, Wäsche- und Bodenpflege sowie Geräte für den Einsatz in Gewerbebetrieben oder medizinischen Einrichtungen („Miele Professional“) fokussiert und ist damit eine der bekanntesten Marken in diesem Sektor. Seinen Kunden bietet das Unternehmen Produkte, die vor allem durch Langlebigkeit, Leistung, Bedienkomfort, Energieeffizienz sowie Design überzeugen.

Maschinen müssen Feuchtigkeit trotzen

Ständerpaket für den Waschmaschinenmotor, Crimp-Kontakte mit Buchstaben markiert (Bild: Miele)

Bei der Crimp-Kontaktversiegelung kommt es darauf an, Kontaktkorrosionen der Alu-/Kupfer- Kontakte zu vermeiden. Das ist vor allem bei Maschinen, die bei hoher Luftfeuchtigkeit – etwa in Küstennähe oder auch auf Schiffen – zum Einsatz kommen, von großer Bedeutung, da hier das Eindringen von Feuchtigkeit für ein zuverlässiges Funktionieren verhindert werden muss. Das gelingt, indem man die winzigen Kontakte mit Klebstoff versiegelt. Ob der Klebstoff in diesen Umgebungen dann auch hält, wird mit Salzsprühtests überprüft. Hierbei werden die verklebten Bauteile über eine bestimmte Zeit unterschiedlichen Temperaturen sowie Feuchtigkeit ausgesetzt. Damit lässt sich vor allem die Lebensdauer der Verklebung simulieren.

Crimp-Verbindungen kommen hauptsächlich in der Produktion von Großserien vor, wo eine Montage der Einzellitzen im Akkord geschieht. Mit Hilfe von Werkzeugen werden die Adern von Kabeln und Steckern dann final formschlüssig verbunden. Das Crimpen ist gerade in elektrischen Verbindungen eine schnelle Methode und eine gute Alternative zum Verlöten. Gecrimpt wird vor allem dann, wenn eine relativ schwer lösbare Verbindung zwischen Leiter und Verbindungselement entstehen soll.

Kontakte dauerhaft mit Klebstoffen schützen

Miele vergießt Crimp-Kontakte aus Aluminium (oben) und Kupferkabel (unten) zum Korrosionsschutz mit einem licht-feuchte-härtenden Acrylat von DELO (Bild: Miele)

Damit die entstanden Kontakte nicht korrodieren, müssen sie mit Klebstoff vergossen werden. Das geschieht im Falle des Waschmaschinenmotors Mrt mit DELO DUALBOND AD4950, einem einkomponentigen Acrylat. Der Klebstoff ist durch hohe Reißdehnung spannungsausgleichend und somit für diese Anwendung bestens geeignet. Hinzu kommt, dass er eine gute Alterungsbeständigkeit aufweist und dadurch langzeitstabil bleibt. Das ausgehärtete Produkt kann in einem Temperaturbereich von -40 °C bis +120 °C eingesetzt werden.

Ein wichtiger Vorteil ist der Dualhärtungsmechanismus aus Licht und Feuchte. Denn das bedeutet, der Klebstoff braucht nach einer kurzen Belichtungsdauer mit einer LED-Lampe keinen weiteren Prozessschritt um auszuhärten. In möglichen Schattenzonen härtet er nämlich nur durch die ihn umgebende Luftfeuchtigkeit aus. Typische Anwendungen für dieses Aushärtungssystem sind demnach Fälle, bei denen der Klebstoff gewollt oder ungewollt in kleinere Schattenzonen kapilliert, aber dort nicht mehr flüssig sein darf.

Miele dosiert den Klebstoff vollautomatisch mit einem Schneckendispenser. Das ganze geschieht in einer Produktionsstraße, deren Abläufe mit einem Kamerasystem überwacht werden. Dadurch lässt sich die Klebstoffdosierung kontrollieren und auch mögliche Blasenbildung detektieren. Der anschließende Aushärtungsschritt, bei dem der Klebstoff kurz belichtet wird, erfolgt mit der LED-Aushärtungslampe DELOLUX 50, die extra für diesen Klebstofftypen entwickelt wurde. Diese kommt immer dann zum Einsatz, wenn es darum geht kleinste Klebstofftropfen bzw. Klebeflächen sekundenschnell auszuhärten.

Fazit

Um Korrosion und damit gleichzeitig das Eindringen von Feuchtigkeit in die Crimp-Kontakte zu verhindern, muss Klebstoff eingesetzt werden. Der bei Miele seit 2013 erfolgreich eingesetzte DELO DUALBOND AD4950 überzeugt bei dieser Anwendung und trägt seinen kleinen Teil dazu bei, dass die Waschmaschinen dauerhaft und zuverlässig laufen.