Displays verkleben

Displays verkleben

Hoffmann + Krippner entscheidet sich für DELO

Die Steuerung von Industrieanlagen erfolgt zunehmend per Touchscreen. Um den Displays eine ­höhere Qualität zu verleihen, setzt ­Hoffmann + Krippner (H+K) auf Optical Bonding. Mit den optisch ­klaren ­DELO PHOTOBOND- und DELO DUALBOND-Klebstoffen ­erreicht H+K nicht nur eine gute ­Ablesbarkeit bei heller Beleuchtung, ­sondern auch eine flexible Fertigung.

War das erste iPhone noch eine kleine Revolution für die Unterhaltungselektronik, regierten in der ­Industrie zunächst weiter die Tastaturen. Inzwischen haben berührungsempfindliche Displays dank ihrer Funktio­na­lität und Flexibilität jedoch ebenfalls in der Automatisierungstechnik, der Medizintechnik oder bei Automatensystemen und Informationsterminals ihren Siegeszug angetreten.
Auch für die Hoffmann + Krippner GmbH ist dieses Thema über die Jahre immer wichtiger geworden. Als Pionier der Folientastatur und führender Anbieter von Eingabe­sys­temen hat das Familienunternehmen sein Portfolio um speziell entwickelte, resistive und kapazitive Touchscreens für Industrieanwendungen erweitert. Da Displays auch in sehr hellen Umgebungen gut ablesbar und insbesondere in Produktion vor Staub und Feuchtigkeit geschützt sein müssen, wollte der mehr als 200 Mitarbeiter beschäftigende Mittelständler aus dem Odenwald seinen Produkten eine noch höhere Gütestufe verleihen und deshalb einen Display Bonding-Prozess implementieren.

Display Bonding verbessert Lesbarkeit und Stabilität

Dabei wird ein Deckglas mit optisch transparentem Klebstoff flächig auf ein LCD-Modul geklebt, wodurch der im Brechungsindex angepasste Klebstoff Sonnen- und Licht­reflexionen um bis zu zwei Drittel reduziert. Gleichzeitig erhöht sich die Schock- und Schlagfestigkeit des Displays massiv, weshalb es bei Stößen und Stürzen stabiler ist. Und indem die Luftschicht zwischen Deckglas und Display mit Klebstoff ausgefüllt ist, können weder Staub noch Feuchtigkeit eindringen.
Als Material für das optische Bonding kommen grundsätzlich Flüssigklebstoffe oder Tapes in Frage. H+K nutzt vor allem Klebstoffe und nur in Spezialfällen OCA-Tapes. Letztere sind nicht nur weniger feuchtebeständig, sie eignen sich auch nicht für größere Displays von bis zu 15 Zoll, wie sie der Eingabespezialist regelmäßig für seine Kunden fertigt. Schließlich werden beim Fügen von Tapes viele Luftblasen eingeschlossen, deren Entfernung mit einem Autoklaven desto aufwendiger ist, je größer das Display ist.
Darüber hinaus war dem Odenwälder Familienunternehmen Flexibilität sehr wichtig: Die Mehrheit der Industriekunden kommt aus Märkten mit mittleren Stückzahlen, beispielsweise der Automatisierung oder der Medizintechnik. Typische Stückzahlen liegen hier zwischen einigen Dutzend und mehreren hundert Einheiten pro Jahr, weshalb die Produktion angesichts kundenspezifischer Lösungen regelmäßig auf eine neue Serie umgestellt werden muss. Flüssigklebstoffe sind hier deutlich flexibler als Tapes, die genau zugeschnitten und auf Lager gehalten werden müssen.

Vergleich einer verklebten (links) und einer unverklebten (rechts) Display-Hälfte
Vergleich einer verklebten (links) und einer unverklebten (rechts) Display-Hälfte

Aufgrund der häufig wechselnden ­Displaydesigns haben wir einen sehr lebendigen Prozess. ­Deshalb, und da sich auch materialseitig sehr viel tut, gehe ich davon aus, dass wir auch in Zukunft eng zusammen­arbeiten werden.

Das könnte Sie auch interessieren