Rotorblatt-Blattflansch-Verbindung bei Windkraftanlagen
Das Herzstück einer Windenergieanlage ist die Verbindung des Rotorblattes
mit dem Rotorflansch und der –nabe. Je sicherer, leichter und widerstandsfähiger
diese neuralgische Stelle konstruiert und realisiert ist, desto höher der
Wirkungsgrad. Damit reichen wesentlich geringere Windgeschwindigkeiten für
den Anlauf.
Das Rotorblatt ist in Faserverbundtechnik gefertigt. Dadurch
ist ein wesentlicher Beitrag zur Gewichtsminimierung der zu bewegenden Massen
erfolgt. In konsequenter Fortführung der Leichtbauweise erfolgt die Verbindung
des Laminatflügels in den Flansch mittels Klebstoff. Hierfür wird
DELO-DUOPOX 1998 als Hochleistungsklebstoff eingesetzt.
Die Konstruktion der Rotorblätter ist so angelegt, dass z. B. bei einer Blattlänge
von 27,4 m 3,8 bis 3,9 t Rotorblattmasse vom Flansch mit einem Durchmesser von
1,2 bis 1,4 m und einer Einstecktiefe von ca. 290 mm aufgenommen wird. Aufgrund
der Tatsache, dass die Rotorblätter im Handauflageverfahren als Glasfaser-Polyester-
Verbund hergestellt werden, ergeben sich Gewichtstoleranzen je Blatt von ca. 100
kg. Dies wirkt sich auch in der Dicke des Blattes an der Fügestelle aus.
Daher ist der Fügespalt am Topfflansch entsprechend größer ausgelegt.
Der Klebstoff muss demzufolge einen umlaufenden Fügespalt von ca. 70 mm füllen.
Das bedeutet, dass der Klebstoff sehr hohe kohäsive aber auch herausragende
adhäsive Anforderungen erfüllen muss.
DELO-DUOPOX 1998 wurde
unterschiedlichen Langzeittests unterzogen und schließlich von den zertifizierenden
Stellen als ein maßgebliches Konstruktionselement freigegeben.